Die Diözese Linz hält an ihren großen Einsparungszielen fest. Für die Umsetzung will man allerdings mehr Zeit geben.
Im Februar 2002 sind die Einrichtungen und Dienststellen der Diözese Linz mit jenen Zahlen konfrontiert worden, die sie künftig einsparen sollen. Am 2. März 2002 wurden die diözesanen Gremien Pastoralrat, Priesterrat und Dechantenkonferenz mit den Plänen befasst. Die Grundfragendabei: Wie können die Kernaufgaben kirchlicher Stellen bei geringeren Finanzmitteln sichergestellt werden? Bis Anfang April konnten nun die betroffenen Stellen ihre Vorstellungen abgeben. Am 9. April beriet die „Strukturgruppe“ die weitere Vorgangsweise. Die Rückmeldungen der Versammlung vom 2. März wurden bedacht.
Pastoralamtsdirektor Willi Vieböck berichtet der Kirchenzeitung vom Stand der Dinge:Ein gut abgestimmtes Gesamtgefüge zwischen Zentralstellen und den Seelsorgestellen selbst ist Hauptziel der „Strukturreform“.
Am Beispiel der vorgesehen Einsparungen im Bereich des Bibelwerkes erläutert Vieböck: „Klar ist, dass nicht daran gedacht ist, dass weniger Bibelpastoral gemacht wird.“ Überlegt muss aber werden, ob nicht manches von dem, was bisher auf Diözesanebene gemacht wurde, auf untere Ebenen verlagert werden kann. Fachargumenten gegenüber zeigt sich die Strukturgruppe offen.
Was Diözesanstellen leisten müssen und was Pfarren oder andere kirchliche Stellen leisten können, gilt es bestmöglich abzustimmen. Die „Basisarbeit“ soll in ihrer Qualität möglichst gut gesichert werden.
In den Pfarren selbst werde man sich genau ansehen müssen, was Ehrenamtliche leisten können und was durch hauptamtliche Kräfte gesichert sein muss, meint Vieböck. Ebenso gilt es zu berücksichtigen, welche Hilfen durch Diözesanstellen die Pfarren dabei brauchen.
Das Gesamt-Ziel für das Sparpaket wird – so Vieböck – nicht mehr infrage gestellt werden. Trotzdem will man besondereSituationen berücksichtigen. Ebenso wurde mit dem Betriebsrat ein Sozialplan zur Vermeidung von Härtefällen für Mitarbeiter/innen vereinbart.
Dazu soll es nun auch etwas mehr Zeit geben. Im Juni trifft sich die „Strukturgruppe“ zu einer weiteren Klausur. Nicht wie bisher vorgesehen Ende 2002, sondern mit Ende des Arbeitsjahres 2002/03 soll der „Strukturprozess“ seinen Abschluss finden.