Ausgabe: 2002/23, Väter, Vatertag, Männer, Land, Kirche, Rollenverständnis, Familie
05.06.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Das Rollenverständnis von Mann und Frau hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Um den Spagat zwischen Beruf und Familie zu bewältigen, braucht es auch Männer und Väter, die sich verstärkt an der Familien- und Beziehungsarbeit beteiligen und sich nicht nur über den Beruf definieren. Kinder brauchen den starken und anwesenden Vater als Wegbegleiter, Gegenpol, Reibebaum und Vorbild.
Gerade im kirchlichen Bereich liegen Veranstaltungen zum Thema „Mann“ sehr im Trend. Immer mehr Männer möchten „alles richtig machen“ und wissen: Was ist dran am „neuen Mann?“ In der Realität schaffen es jedoch die wenigsten Männer, sich wirklich auf die Familie einzulassen.
Weniger als zwei Prozent der Väter nehmen die Karenzzeit in Anspruch. Dies liegt nicht nur an alten Rollenmustern, sondern hat auch finanzielle Gründe. Männer verdienen nach wie vor deutlich mehr, ein Ungleichgewicht, das von Staat und Gesellschaft geändert werden muss.