Mit ungewöhnlich scharfen Worten hat Bischof Maximilian Aichern beim Medienempfang am 28. Mai die bevorstehende „Priesterinnen-Weihe“ kritisiert. Er sprach von einem falschen Schritt und einer Inszenierung, die eines kirchlichen Sakraments unwürdig sei. Die Reaktionen, die der Bischof mit seiner kurzen Ansprache angestoßen hat, füllten in den vergangenen Tagen die Zeitungen.
Bei aller Ablehnung der bevorstehenden Priesterinnenweihe, die durch eine fragwürdige Bischofsweihe zusätzlich Konfliktstoff liefert, verlor Bischof Aichern aber den weiteren Horizont nicht aus den Augen. Er sagte einen Satz, der in der Berichterstattung unterging, der aber von Bedeutung ist: Theologisch wird es in diesem Zusammenhang einer Priesterweihe für Frauen noch viel weiter zu denken geben.
Hier hat die Theologie noch ein weites Feld zu beackern, hier sind noch nicht die letzten Antworten gefunden. Ohne wenn und aber lehnt der Bischof die Weihe von Frauen gegen den Willen der Weltkirche ab. Das ist aber kein Denkverbot an die mit der Kirche verbundenen theologischen Forschung.