Umweltminister Mag. Wilhelm Molterer bekennt sich zum „Kyoto-Ziel“
Ausgabe: 2002/23, Klima, Welt, Welt-Umwelttag, Molterer, Kyoto, Kyoto-Ziel, CO2
06.06.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
„Ein gutes Klima für eine Welt“ lautet das Motto des heurigen Welt-Umwelttages am 5. Juni. An diesem Tag finden auch in Österreich Aktionen zum Umweltschutz statt.Im Rahmen des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen beteiligen sich etwa 150 Staaten an diesem Welt-Umwelttag.
In der Zeitschrift „die neue UMWELT“ der Umweltberatung wird Österreichs Umweltminister Mag. Wilhem Molterer zum international vereinbarten „Toronto-Ziel“ (20 Prozent weniger CO2-Emissionen) und dem später ausgehandelten „Kyoto-Ziel“ (nur noch 13 Prozent weniger CO2-Emissionen) befragt.
Welche CO2-Reduktion hält die Regierung für realistisch? Molterer sagt, der Ratifizierungsprozess für das Kyoto-Ziel sei in Österreich wie in der EU abgeschlossen. Das bedeute bis zum Jahr 2008 bzw. 2012 eine Verringerung der CO2-Emissionen um 13 Prozent. Molterer: „Ich bekenne mich ebenso wie die gesamte Bundesregierung zu diesem Ziel.“ Auf die Nachfrage der Umwelt-Zeitschrift, dass der Verkehrszuwachs, die Verkehrs- und Straßenbaupolitik im Widerspruch zum Kyoto-Ziel stehe und wie er sich innerhalb der Bundesregierung für einen Trendwechsel einsetzen wolle, antwortete Molterer: „In ganz Europa muss das Verkehrssystem nachhaltig umweltverträglicher werden.“ Er habe aber kein Erfolgsrezept. Viele Faktoren müssten zusammenspielen: Emissionsärmere Fahrzeuge, alternative Antriebstechnologien, attraktiver öffentlicher Verkehr, besseres Mobilitätsmanagement in Betrieben und Regionen...