Am 31. Mai ging eine 20-jährige Geschichte auf Schloss Riedegg zu Ende: Die Missionare von Mariannhill haben das Gästehaus zugesperrt.
„Der Anlass ist traurig genug“, sagt Pater Albert Oppitz, Provinzial der Österreichischen Provinz der Mariannhiller Missionare (CMM). Ein bewusster Schlussakt für das Gästehaus wurde nicht gesetzt. Das Gäste- und Bildungshaus war nicht mehr kostendeckend zu führen. Seit mehr als einem Jahr hat der Orden eine Alternative gesucht, um weiter im Haus leben zu können.
Die Räume des Bildungshauses werden nun in Kleinwohnungen umgebaut, die vermietet werden. Die Nachfrage ist bereits groß. Mit der Miete soll der Erhalt des Gebäudes gesichert sein, außerdem können Kleinwohnungen auch von Ordensmitgliedern genutzt werden, wenn sie etwa von einem Einsatz in einem anderen Kontinent zurück kommen.Größere spirituelle Angebote werden zukünftig in anderen Bildungshäusern stattfinden, für kleinere Angebote soll weiterhin Platz auf Schloss Riedegg sein. Auch das Jugendlager bleibt weiter bestehen. Schloss Riedegg befindet sich seit 1936 im Besitz der Missionare von Mariannhill.
ZUR SACHE
P. Unzeitig
Am 22. Juni 2002 laden die Mariannhiller Missionare zur Wallfahrt zum Gedenken an P. Engelmar Unzeitig nach Glöckelberg. Treffpunkt ist um 13.30 Uhr am Grenzübergang Schöneben (Ulrichsberg). P. Engelmar wurde 1941 in Glöckelberg von der Gestapo verhaftet und kam ins KZ Dachau. Er meldete sich zur Pflege russischer Soldaten und starb 1945 an Fleckfieber. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde die Kirche in Glöckelberg renoviert.