Die Kirche der bosnischen Stadt Tesli, die in der Nacht von 16. auf 17. August 1992 zerstört worden war, soll jetzt wieder aufgebaut werden. P. Robert Huber vom Stift Kremsmünster und P. Johannes Ruppertsberger vom Stift Lambach haben die Aktion „Neuaufbau der Kirche in der Stadt Tesli“ ins Leben gerufen. Tesli liegt im Norden der Erzdiözese Sarajevo. Derzeit werden die Gottesdienste in einem Kellerzimmer des Pfarrhauses gehalten.
Wie der Vorsitzende der bosnischen Bischofskonferenz, Franjo Komarica erst jüngst beklagte, hätten Katholiken in Bosnien zur Zeit unter besonderen Benachteiligungen zu leiden. Von 220.000 vertriebenen Katholiken hätten in den letzten sechs Jahren nur 6.000 einen Personalausweis erhalten. Das wäre umso unverständlicher, als sich gerade die Katholiken immer durch ihre Bereitschaft zur Versöhnung in der Kriegszeit ausgezeichnet hätten.
Das Problem wird auch in der Stadt Tesla deutlich: Während im Jahr 1990 dort noch 2000 Katholiken gelebt haben, sind es jetzt nur mehr 800.