Friedens- und Europaglocke am Turm der Stiftskirche Waldhausen
Ausgabe: 2002/27, Glockenguss, Waldhausen, Landesausstellung, Stiftskirche, Wögerer, Pfarrer Karl Wögerer
02.07.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Nicht in einer Fabrikshalle, sondern vor der Stiftskirche in Waldhausen wird die Jubiläumsglocke gegossen, die ein bleibendes Andenken an die Landesausstellung 2002 werden soll.
Der Glockenguss vor Ort ist eine Besonderheit, aber noch mehr ein Wagnis: Seit hunderten Jahren wurde in Österreich eine große Glocke nicht mehr an Ort und Stelle geschaffen. Damit möglichst viele Menschen an dem einmaligen Ereignis teilnehmen können, gehen die Pfarre Waldhausen und das Glockenreferat der Diözese dieses – kalkulierte – Risiko ein und setzen auf den „Flair des Ursprünglichen“.
Die Glocke wird 2,5 Tonnen wiegen und als Friedens- und Europaglocke am Turm der Stiftskirche Waldhausen läuten. Sie wird auch an den großen Augustiner-Chorherren Konrad von Waldhausen (+ 1369) erinnern.
Der Guss selbst erfolgt nach den alten Ritualen der Glockengießer und kann über eine 6 x 3 Meter große Videowand mitvollzogen werden. Zum Programm gehören: Vorstellen der Glocke und ihrer Verzierungen, Vortrag von Schillers „Lied der Glocke“ (Prof. Herbert Baum), Segnung der Glockenspeise, Anstechen des Ofens, Guss und Danklied.
Der Glockenguss findet am Samstag, 6. Juli 2002 (bei Schlechtwetter am 13. Juli 2002) im Stift Waldhausen statt. 20 Uhr: Beginn, um etwa 21.30 Uhr Anstich des Ofens (Einlass ab 18 Uhr).