„Sprache ist die Brücke von Mensch zu Mensch. Trägtdiese Brücke nicht, geraten Kinder im schlimmsten Fall in Isolation und seelische Not.“
So lauteten die Anfangssätze der Einladung der Caritas für Kinder und Jugendliche zur Feier 40 Jahre Logopädie am 20. Juni 2002 in Linz. Im vorigen Jahr kamen 4.300 Kinder – vor allem im Vorschulalter – zur Reihenuntersuchung des logopädischen Dienstes der Caritas der Diözese Linz. Etwa 50 Prozent waren entweder in der Sprachentwicklung zurückgeblieben oder mit Sprechstörungen auffällig. Nicht jedes Kind aber muss eine Therapie machen. Vielfach kann auch die dazu angeleitete Familie mit dem Kind zielführend üben.In der Therapie werden am häufigsten Störungen des Sprechablaufes, der Kommunikation, der Stimme und des Schluckvorgangs behandelt. In 17 Außenstellen sind derzeit bei 13 Logopädinnen der Caritas ca. 550 Kinder in Therapie. Es mangelt aber an flächendeckenden Angeboten. So könnte eine neue Art Zwei-Klassen-Gesellschaft entstehen, sorgt sich Elfriede Rachbauer, die Leiterin des Logopädischen Dienstes.