Angeheizt durch ein kabarettreifes Verwirrspiel um den Ort der Handlung hielt die Priesterinnen-Weihe in den Tagen vor dem 29. Juni sämtliche Nachrichtenredaktionen in Atem. Die mediale Aufregung um die Aktion hat sich dann aber rasch gelegt. Innerhalb der Kirche ist das anders: Obwohl der „Weihbischof“ etwas kleinlaut zugeben musste, dass er natürlich keine Weihe im Sinn der katholischen Kirche spenden könne, hat die „Weihe-Simulation“ – wie die Handlung im „Kirchendeutsch“ genannt wird – dennoch eine breite Diskussion über die Ämter in der katholischen Kirche ausgelöst.Das Thema ist nach wie vor präsent und brisant, die Fülle der Leserpost ein untrügliches Zeichen dafür. In den Leserzuschriften halten sich Pro und Kontra in etwa die Waage – die aktuelle Seite spiegelt dieses Verhältnis wider. Nach der vollzogenen Weihe wurde nun auch die Glaubenskongregation im Vatikan aktiv und hat den Frauen die Exkommunikation angedroht. Bis 22. Juli haben sie Zeit sich von ihrem Tun zu distanzieren.