Anti-AKW-Aktivist/innen aus Tschechien und Österreich übergaben Karl Schwarzenberg, dem ehemaligen Berater von Präsident Havel, ein „Schwarzbuch“ über Temelin. Das Dossier enthält eine von internationalen Experten erstellte Mängelliste, nach der das AKW Temelin niemals hätte in Betrieb gehen dürfen. Schwarzenberg versprach die Informationen an den Präsidenten weiterzugeben. Eine Hoffung für die Temelin-Gegner ist der neue tschechische Umweltminister. „Ich habe in früheren Jahren mit Umweltminister Ambrosek schon mehrmals über Temelin Gespräche geführt. Er war immer Temelin-Gegner. Seine jetzigen Aussage: ‚Ich habe mich mit dem Atomkraftwerk abgefunden‘, überrascht mich wirklich", so Dipl.-Ing. Manfred Doppler von „Anti Atom Mühlviertel“, der demnächst ein Treffen mit ihm einfädeln möchte. Die Überreichung des „Schwarzbuches“ fand anlässlich eines Dialogs der Kulturen in Hirschbach am Sonntag, den 21. Juli 2002 statt, den der Grüne Landtagsabgeordnet Gunther Trübswasser initiiert hatte. Das Treffen bildete eine Plattform für den Dialog über die Grenzen.