Oberösterreichs Pfarren sind eine Großmacht in Soli-darität: 21 Pfarren ermög-lichen 486 „Tschernobyl-Kindern“ und 46 Begleitpersonen Erholung und unbeschwerte Ferienwochen.
Die Pfarre Hagenberg im Mühlkreis ist eine davon. Bereits zum vierten Mal betreut die Katholische Frauenbewegung (KFB) vier Wochen Kinder aus Weißrussland, die an den Folgen der Reaktorkatastrophe im Jahr 1983 leiden. Die Aktion beginnt für das KFB-Team um Herta Königsecker aber nicht erst, mit dem Eintreffen der Kinder. Das ganze Jahr über bemühen sich die Frauen, um das nötige Geld aufzutreiben für Reise- und Visakosten sowie für Ausflüge mit den Kindern. Gabriele Eremia von der Auslandsabteilung der Caritas organisiert die Erholungswochen und sie ist dankbar, dass sich jährlich Gasteltern für – österreichweit – 800 Kinder finden. Auch wenn die Zeit von vier Wochen lang scheinen mag, die die Tschernobyl-Kinder in Österreich verbringen – aufgrund der Immunschwäche, unter der so gut wie alle junge Gäste leiden, stellt sich ein Erfolg der Erholung erst nach länger Zeit ein, so Eremia.