„In einer Zeit, in der die ganze Welt immer mehr zu einem einzigen Dorf wird, müssen auch wir als Ordensgemein-schaft unseren Horizont weiten und Grenzen überschreiten“, so Sr. Michaela Pfeiffer-Vogl, Generaloberin der Marienschwestern vom Karmel.
Durch ihre Kurheime in Aspach, Feldkirchen und Bad Kreuzen sind die Schwestern weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Tätig war die Gemeinschaft aber bisher nur in der Diözese Linz und an einem einzigen Ort der Diözese St. Pölten – in den Fachschulen Erla. Seit Mittwoch ist das anders: Sr. Elisabeth Brunmayr und Sr. Antonia Dulong sind nach Uganda aufgebrochen. Seit dreißig Jahren leben in der Diözese Kiyinda-Mityana deutsche Karmelitinnen in strenger Klausur. Um das Kloster und mit Hilfe des Klosters haben sich aber eine Reihe von sozialen Projekten entwickelt: Krankenhaus, Berufsschule, Landwirtschaft. Die Schwestern aus Oberösterreich werden nun in diesen Projekten mitarbeiten. Der genaue Arbeitsplatz ist noch nicht fixiert. Sr. Eliabeth: „Wir müssen vor Ort sehr viel horchen, um zu spüren, wo uns die Menschen brauchen.“ Dass sich die Schwestern nicht als „Besser-Wisserinnen“ verstehen, wurde auch bei der Sendungsfeier in Linz deutlich. Als Bibeltext für den Gottesdienst wurde nicht eine Aussendungsrede Jesu gewählt, sondern die Begegnung Marias mit Elisabeth. Die Generaloberin in ihrer Ansprache: „Es geht um die Begegnung und um das gegenseitige Beschenkt werden.“ Auf Sicht hin gesehen erhofft sich Sr. Michaela durch den Einsatz der beiden Schwestern in Uganda eine Belebung für die ganze Kommunität: „Wo sich Schwestern der Not zuwenden, ist das befruchtend für die ganze Gemeinschaft.“Josef Wallner