Die „Ewige Anbetung“ wird in Baumgartenberg jedes Jahr neu gestaltet
Ausgabe: 2002/35, Baumgartenberg
27.08.2002
- Judith Moser-Hofstadler
Seit mehr als 100 Jahren gibt es in der Diözese Linz die „Ewige Anbetung“. Die Pfarre Baumgartenberg hat sich dazu etwas Neues einfallen lassen.
Am 2. Dezember 1899 begann mit der Pfarre Pennewang die „Ewige Anbetung“ in der Diözese Linz. Eingeführt hat sie der damalige Bischof Franz Doppelbauer. Ununterbrochen sollten Menschen vor dem Allerheiligsten Sakrament des Altares beten. Jeden Tag in einer anderen Pfarre, in der Nacht haben Stifte und Klöster die Anbetung übernommen. Für Baumgartenberg ist es der 14. September. Zum dritten Mal wird heuer die Anbetung mit neuem Programm gestaltet.
So lädt die Pfarre etwa um 16 Uhr zum „Beten mit der Bibel“, eine Stunde später werden die Besucher/innen Das Vater Unser in den Mittelpunkt stellen. Rosenkranz und Beten mit dem Gotteslob ist für Vormittag vorgesehen.
Bis 1998 wechselten sich in Baumgartenberg die Ortschaften ab und beteten miteinander. „Wir haben gesehen, dass die Leute immer weniger geworden sind,“ erzählt Pfarrer P. Alois Kitzbichler OFM. Bei einer Radtour entdeckte er diese neue Form der Anbetung in einer anderen Pfarre. Gemeinsam mit Leuten aus dem Liturgiekreis hat er ein neues Programm organisiert und dabei Talente in der Pfarre genutzt. „Wir hätten das sonst nicht machen können,“ sagt der Pfarrer.
Mittlerweile ist er davon überzeugt, dass der Anbetungstag anders nicht mehr funktionieren würde. Die Menschen suchen sich die Form, die ihnen am ehesten entspricht. Im Liturgiekreis wird jedes Jahr neu überlegt, was die Pfarre anbieten könnte. Eine Ortschaft in Baumgartenberg ist vom Hochwasser stark betroffen. Das Pfarrfest zum Patrozinium Mariä Himmelfahrt wurde deshalb auf eine Agape beschränkt. P. Alois hat dabei auch jenen gedankt, die für die Opfer des Hochwassers gebetet haben. Er hat gespürt, dass es vielen gut tut, dass zwischen dem Chaos die Kirche ein Ort ist, wo mit den Sonntagsgottesdiensten ein Stück „Normalität“ vorhanden ist.