Die Entwicklungszusammenarbeit – früher Entwicklungshilfe genannt – ist ein Stiefkind der Politik. Nicht nur in Österreich, sondern europaweit. Mit dem Einsatz für die „Dritte Welt“ lassen sich keine Stimmen machen. Ernteeinsatz in Nicaragua, Kampf gegen das Apartheid-Regime in Südafrika, Proteste gegen Panzerexporte – die „DritteWelt“ Problematik war in den achtziger Jahren auch gesellschaftlich ein heißes Eisen. Inzwischen ist sie wieder zum „Kirchenthema“ geworden.
Umso erfreulicher, dass in Oberösterreich die Uhren ein wenig anders gehen. Die Volkspartei hat im Rahmen ihres „Netzwerks Zukunft“ eine eigene Gruppe „Internationale Solidarität“ eingerichtet. Das „Netzwerk Zukunft“ sammmelt in 15 offenen Arbeitskreisen Ideen, die für die Zukunft des Landes wichtig sind und die in das Wahlprogramm der Landes VP einfließen sollen. Obwohl Entwicklungszusammenarbeit Bundessache ist, macht eine Landesorganisa-tion die „Dritte Welt“ auch zu ihrem Anliegen. Und schafft damit eine Plattform für ein „Randthema“ . An der Entwicklungszusammenarbeit Interessierte sollten die Chance nützen und ihre Anliegen zur Sprache bringen.