250 Besucher lockte die Diskussionsveranstaltung „Religion und Gewalt“ zum 11. September in die ehemalige Welser Minoritenkirche.
Nicht nur den Christen, sondern auch den gläubigen Moslems machen gewaltbereite Terroristen Angst, betonte Alexander Abdullah Osman von der Muslimischen Jugend Österreichs. Die ökumenische Diskussion wurde von der katholischen und der evangelischen Kirche Wels, der Muslimischen Jugend und dem Welser Integrationsbüro Mosaik veranstaltet. Die vielen Besucher, darunter alle Dechanten der Diözese, zeugten von der Aktualität und dem Interesse, welches dem Thema entgegengebracht wird. Bischof Maximilian Aichern und Bgm. Peter Koits aus Wels unterstrichen in ihren Begrüßungsworten die Notwendigkeit des Dialogs und des Respekts vor anderen Religionen und erteilten jeder Form von Gewalt eine klare Absage.
Stefan Schlager von der katholischen Erwachsenenbildung sprach über die Schritte des Volkes Israel hin zur Lehre der Gewaltlosigkeit Jesu: „Das Christentum verliert seine Glaubwürdigkeit, wenn von ihm Gewalt ausgeht“.
Den Abschluss der interreligiösen Veranstaltung bildete die Einladung, auf dem Minoritenplatz je zwei Kerzen anzuzünden: für die Opfer von Terror und Gewalt bei Christen und Muslimen.