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Lesermeinungen

Ausgabe: 2002/39, Erntedank, Priester, Bischof Krenn, Hochwasser;
24.09.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Erntedank 2002

Gedanken, die ich aufgeschrieben habe, um dem Herrgott zu danken.

Dank sogn mir dem Herrgott heut’,es is’ an der Zeit.Schön is’ des Droad heuer wieder woarn,d’Hovan, Gerstn, Woarz und des Korn.Dank sogn mir dir!Im Garten und auf die Baum’ liegt dei Segn,hast g’schickt zur rechten Zeit die Sunn’ und a den Regn.Hab Dank für unser täglich Brot,dass mir net leiden a große Not.Dafür, dass mir gsund bliebn san -haltst über Mensch und Tier dei Hand.Herr, i bitt’ di, schütz’ unser Land.Dank sogn mir Dir.

Gabriele Hausjell, Nußdorf/Attersee

Priesterinnen

Leserbrief von Wolfgang Weissengruber, KIZ 35, S. 23:

Nicht seine Eminenz Kardinal Ratzinger haben alle guten Geister verlassen, sondern diese Frauen und die Weihespender sind der Verwirrung der Geister zum Opfer gefallen. Ebenso die Befürworter. Leider sind auch viele Priester dabei. (...)Die Exkommunikation erfolgte zu Recht. Statt mit zerknirschtem Herzen den Vatikan um Vergebung zu bitten (...), haben sie Rekurs eingelegt und planen einen weiteren Lehrgang und eine Priesterinnenweihe in den USA abzuhalten, das ist eine Frechheit gegenüber dem Hl. Vater und dem Vatikan, die bodenlos ist und darum erfolgte am 5. August die Exkommunikation zu Recht. (...)

Anton Sawicki, Linz-Ebelsberg

Es ist sicher eine große Gnade, wenn man sich berufen fühlt, ein ganzes Leben in besonderer Weise für den christlichen Glauben einzutreten. Wer sich aber eigenmächtig und selbstherrlich berufen fühlt, der weltumspannenden Kirche seinen Eigenwillen aufzwingen zu müssen, ist leider einer bedauernswerten Selbstüberschätzung zum Opfer gefallen! (...) Wenn man trotz wiederholter Ermahnungen seitens der Kirche auf dem Justamentstandpunkt beharrt, der zu Unfrieden, Streit und Spaltung führt, erzwingt man ja geradezu den Kirchenausschluss!

Rudolf Balouschek, Linz

Bischof Krenn

Bischof Krenn und die „dritte Türkenbelagerung“

Mit großem Erstaunen und großer Verwunderung durfte ich als Christ und Katholik in der Sonntagsausgabe der OÖ. Rundschau die ganz und gar nicht christlichen Worte eines unserer „Hirten“ verfolgen.Von der „dritten Türkenbelagerung“ war gar die Rede – Redewendungen, die wir bestenfalls von den Herren Haider, Stadler oder Westenthaler erwartet hätten, nicht aber von einem katholischen Bischof.Der Islam sei eine radikale Religion, führte der St. Pöltner Bischof weiter aus und macht sich über die drohende muslimische Weltherrschaft Sorgen, so dass man meinen möchte, der Herr Bischof plant einen „Schulterschluss“ mit der griechisch-orthodoxen Kirche ...Spaß beiseite: Wir Katholiken brauchen keine Angst zu haben, dass die Mohammedaner mehr Kinder zeugen als wir Christen und „um unser Land greifen“, vielmehr sollten sich unsere „Hirten“ Gedanken darüber machen, was man tun könnte, um nicht noch mehr „Schafe“ aus der „Herde“ zu verlieren. Wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich angesichts solcher „Sager“ nicht gerade stolz darauf, katholisch zu sein! (...)

Michael Zauner, Attnang-Puchheim

Die Leserbriefe in der Kirchenzeitung vom 29.8.2002 zur Äußerung von Bischof Kurt Krenn „Thema Christen - Islam“ kann ich nicht gutheißen. Jeder Mensch macht verschiedene Lebenserfahrungen und zieht Schlüsse daraus. Wenn man das nicht mehr sagen darf, was man erlebt, dann frage ich, wo sind wir denn. Wenn man dem Bischof wegen seiner Erfahrung den Rücktritt nahe legt, wo bleibt da die viel zitierte Toleranz?Es ist auch meine sehnlichste Hoffnung, dass die christlichen und muslimischen Religionsführer im Dialog für eine bessere Zunkunft arbeiten. Wenn man gemeinsam ein großes Ziel ansteuert, so ist es doch auch notwendig, das beim Wort zu nennen, was uns hindert auf dem Weg zu einer gemeinsamen besseren Zunkunft. So sehe ich keinen Widerspruch zum Wollen des Papstes und den Äußerungen des Bischofs Krenn.

Karl Lanzerstorfer, Wels

Hochwasser


Während und nach der Hochwasserkatastrophe haben viele Österreicher ihr gegenseitiges Verantwortungsbewusstsein in die Tat umgesetzt. Möge sich dieses auch auf das seelische Heil des Nächsten erstrecken bis zur Offenheit auf das Absolute, das Göttliche hin, das für jeden Menschen ewige Konsequenzen hat.

Ehe ich nach Indien zurückgehe, bitte ich die Leser, auch in Zukunft die Arbeit jener zu unterstützen, die versuchen, unter Menschen Zeugnis für Christus zu geben, die noch nie von ihm gehört haben. (...)

Sr. M. Johanna Brandstätter,Goa, Indien

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