Zu dem Schaden von 156.000 Euro, den das Hochwasser am Pfarrhof und -heim angerichtet hat, kommt nun der Platzmangel: Caritas-Laden und Flüchtlingsberatungsstelle, Ehe-, Familie- und Lebensberatungsstelle, Gruppenräume und kleiner Pfarrsaal müssen saniert werden. Ein großes Problem macht dabei der zerstörte Caritas-Laden. Wöchentlich kommen an die sechzig Asylsuchende, die um Kleider für sich und ihre Familien bitten. Das Kleiderlager ist nun im Pfarrsaal unterbracht – dieser ist zur Zeit auch der einzige Raum für die wieder beginnende Pfarrarbeit. Für einige Monate wurde ein Ausweichquartier gefunden, bis der Laden im Frühjahr wieder zu beziehen sein wird. Da der Raum im heurigen Jahr bereits zwei Mal überflutet war, wünscht sich die Pfarre, dass die Caritas eine „hochwassergerechte“ Einrichtung mit sehr leichten Möbeln anschafft oder sich überhaupt ein neues Lokal sucht. Der Caritas-Laden und die Flüchtlingsberatunsstelle sind jedenfalls ein unverzichtbare Hilfsstelle: Das Einzugsgebiet reicht vom Unteren Mühlviertel bis nach Amstetten und Ybbs. Auch die Geduld der pfarrlichen Gruppen wird in den nächsten Monaten auf die Probe gestellt. Die Schäden am Pfarrhof sind doch gravierender als man insgeheim gehofft hatte. „Das wahre Ausmaß des Hochwassers realisiert man erst jetzt“, meint Hedwig Moser. Als Pfarrhaushälterin in Grein bedeuet auch für sie die Situation ein gehöriges Maß an Mehrarbeit.