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Keine krummen Bananen

„Wer denkt, Banane ist gleich Banane, der irrt“, sagen Jugendliche in Traun
Ausgabe: 2002/49, Bananen, Fair Trade, Kleinbauer, Traun
03.12.2002
- Judith Moser-Hofstadler
Für fairen Handel habenJugendliche der Pfarre St. Martin (Traun) zum Verkosten von Bananen und Schokolade in einem Einkaufszentrum in Haid eingeladen.

„Darf ich Ihnen ein Stück fair gehandelte Banane anbieten?“ fragt Martin. Mit dem Erfolg der Aktion ist er sehr zufrieden. „Ich hab heute schon Kaffee und Bananen verkauft“, erzählt der 17-Jährige. Für die meisten Leute ist „Fair Trade“ (fairer Handel) etwas Neues. Für Martin nicht. Er ist Mitglied einer Jugendgruppe in Traun, dort haben die Jugendlichen das Thema erarbeitet.

Wochenende für Fair Trade

„Wir haben gehört, wie die Entlohnung auf großen Bananen- und Kaffeebohnen-Plantagen ausschaut und wie das im Vergleich dazu bei Transfair-Produkten ist“, sagt Martin. Dass es fair gehandelte Produkte gibt, hat er aber schon vorher gewusst: vom Pfarrcafé, wo EZA-Produkte (EZA = Entwicklungszusammenarbeit) verkauft werden. Für Martin ist die Sache so wichtig, dass er vergangenen Donnerstag- und Freitagnachmittag und den Samstag im Einkaufszentrum verbracht hat.
Für Harry war das ebenfalls keine Frage, dass er bei der Aktion mitmachen würde. „Das ist nicht viel Aufwand und es ist gut, dass wir den Leuten die Sache näher bringen“, meint er. Wenn er die Gelegenheit hat, kauft Harry für sich selbst EZA-Schokolade und Orangensaft. „Der Schoko schmeckt einfach gut, das ist nicht, weil’s für einen guten Zweck ist!“, ist er überzeugt.
„Es ist amüsant, wenn man die Leute anschaut, die vorbeigehen“, erzählt der 16-jährige Weißi. „Alle drehen sich um und schauen, was es da gibt.“ Er ist jedenfalls überzeugt davon, dass die Leute durch ihren Verkaufsstand vor dem Supermarkt auf das Thema aufmerksam werden.

Mehr Geld für die Kleinbauern

Carina denkt an die Kleinbauern, die in armen Ländern die Produkte herstellen. „Damit die existieren können, brauchen sie mehr Geld, und dafür, dass sie nicht von Großkonzernen geschluckt werden“, weiß sie. Wenn sie selbst einkauft, kauft Carina fair gehandelte Schokolade. Ihre Mutter ist da nicht so wählerisch. „Sie isst selber keine Schokolade, aber sie sagt auch, dass man die Produzenten fördern soll“, so die 14-Jährige. Ihr ist ein Mann aufgefallen, der immer wieder gekommen ist, um Schoko- und Bananenstückerl zu essen. „Wenn sich jemand die Mühe macht und sich da herstellt, sollte man schon über die Sache nachdenken“, findet Carina.
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