Die Schüler/innen der HS Riedau überraschten mit ihrer Solidarität
Ausgabe: 2002/51, Nikaragua, Riedau, Hauptschule, Zell an der Pram, Schulfrühstück
17.12.2002
- Heinz Niederleitner
Die Hauptschule Riedau unterstützte die Aktion „Schulfrühstück“ des Eine-Welt-Kreises Zell/Pram.
„Sie haben uns halt d’erbarmt“, erzählen die Schüler/innen der 3C-Klasse. Auch sie haben sich am Projekt ihrer Schule für nikaraguanische Schulkinder beteiligt. Der Eine-Welt-Kreis Zell an der Pram hat in diesem Jahr die Aktion „Schulfrühstück“ gestartet. Lautete bei uns vor einiger Zeit ein Werbeslogan, dass ein voller Bauch angeblich nicht gern studiert, zeigt die Realität in den Entwicklungsländern, dass es ein leerer ganz sicher nicht tut. In Nikaragua kommen viele Kinder nicht zur Schule, weil sie nicht genug zu essen haben und sich nicht konzentrieren können. Eine Spende von 12 Cent sichert einem Schulkind ein Frühstück, bestehend aus zwei Keksen und einem Milchgetränk.
Schüler überraschten Lehrer
„Wir haben mit etwa 300 Euro gerechnet und hätten uns auch darüber gefreut“, erzählen die Initiatorinnen, die beiden Religionslehrerinnen Edith Kumpfmüller und Franziska Ratschan. Sie haben die Schüler/innen in Riedau für das Thema sensibilisiert. Aber die Schüler/innen übertrafen ihre Erwartungen bei weitem: Letzte Woche konnten 1.220 Euro an Tina Demmelbauer vom Eine-Welt-Kreis übergeben werden.
„Wir haben ohnehin genug Geld, aber die haben nichts“, erklären die Schüler/innen. Doch sie griffen nicht nur selbst in die Tasche: Auf eigene Initiative zogen manche im Ort los und sammelten bei Freunden, Verwandten, Nachbarn – zur Überraschung ihrer Lehrer/innen.
Nun möchten die Schüler/innen aus Riedau mit ihren Kolleg/innen aus Chacaraseca, der Partnergemeinde des Eine-Welt-Kreises, in Kontakt treten. Sie werden einen Brief schreiben und freuen sich schon auf die Antwort. In Chacaraseca gibt es neun Volks- und eine Hauptschule. In zwei Schulen wurde das Frühstück dort schon eingeführt und garantiert einen fast 100-prozentigen Schulbesuch. Nun können noch mehr versorgt werden.