Der nach einem Autounfall blinde, stumme und gelähmte Vincent Humbert fordert vom französischen Staatspräsidenten sein „Recht zu sterben“. Damit hat er in Frankreich eine Debatte um Euthanasie ausgelöst. Für viele ist der Wunsch des 21-Jährigen verständlich, Humberts Fall ist tragisch, großes Leid ist über ihn und seine Familie gekommen. Doch auch in solch einem Fall müssen ethische Überlegungen den Ausschlag geben. Die Todesstrafe wird unter anderem als inhuman abgelehnt, weil kein Mensch das Recht hat, über das Leben eines Mitmenschen zu entscheiden. Dies gilt auch für die Euthanasie: Kein Mensch kann Humbert das Recht zu sterben zugestehen. Auch nicht der Staatspräsident.