Es ist nicht leicht, in der modernen Welt Antworten zu finden. In der Wirtschaft nicht, in der Politik, in den Fragen des Zusammenlebens, des Glaubens. „Suchen und finden“ lautet das Leitwort zum Vorhaben der christlichen Kirchen, die Bibel noch besser im Volk bekannt zu machen. Christen sollen Antworten auf die Fragen ihres Lebens finden – und sie sollen dabei mit der Grundschrift ihres Glaubens vertraut sein. Es ist eben nicht gleichgültig, aus welchem Geist man lebt und wessen Geistes Kind man ist.
Da wurde in den Tagen um Weihnachten, in dem alle Welt die Geburt eines Kindes feiert, ein Kind geboren, gezeugt mit den Methoden modernster Medizin. Ein Klonbaby. „Eve“ bekam es als Name, wohl auch in Anspielung an Eva, die erste Frau aus der Bibel. Ein zweites Klonbaby soll bald folgen. Die Raelianer-Sekte hat das bisher noch nicht bestätigte Projekt betrieben. Ein wissenschaftlich weit entwickeltes, außerirdisches Volk habe die Menschen geschaffen, glaubt die 1973 gegründete Sekte. Jetzt wäre man endlich in der Lage, „unsere Schöpfer zu verstehen“, statt „in dumme Anbetung zu verfallen“, heißt es auf der Homepage der Sekte. Dort kann man ihre „Botschaft der Außerirdischen“ gleich bestellen. Für 13 US-Dollar.
Ob Eve sich in dieser Welt wohl fühlen wird, beobachtet wie ein Versuchskaninchen von Menschen, die im Wesentlichen an sich selber glauben? Der behaupteten „dummen Anbetung“ steht die „Selbstanbetung“ gegenüber. Für Christen ist es Zeit, sich zu vertiefen. Es wird Fragen geben.