Sie sind bis zu 200 Jahre alt, stehen in der Pfarrkirche und in Privathäusern und können bis 2. Februar besichtigt werden: die Ebenseer Krippen. Neben dem Glöcklerlauf und dem Fetzenzug gehört die Krippöroas zum traditionellen Ebenseer Brauchtum.
Zwei Gründe haben die Entwicklung des sehr eigenständigen und kreativen Brauchtums der Ebenseer gefördert: Zum einen ist es die relative Abgeschlossenheit. Bis weit ins 19. Jahrhundert war Ebensee nur über einen Pferdeweg und über den Traunsee erreichbar. Der andere Grund ist die Errichtung des Ebenseer Pfannhauses (zum Verdampfen des Wassers aus der Sole und somit zur Salzgewinnung). Im Jahre 1607 wurde in Ebensee das erste Salz gesotten. Der Krippenbrauch war fest verknüpft mit den Pfannhausern (so die Bezeichnung für die Salinenarbeiter) und Holzknechten. Im 19. Jahrhundert entstand ein neuer Krippentypus: die „Ebenseer Landschaftskrippe“.
Diese großen, oft zimmerfüllenden Krippen sind bevölkert mit einem annähernd fixen Kanon an Figuren wie dem Gloriaengel oder dem „Lampötraga“. Die Pfannhauser und Holzknechte haben mit einfachsten Mittel diese Figuren geschnitzt. Sie stehen in einer Landschaft, welche dem Salzkammergut sehr ähnlich sieht. Bei der Krippöroas kann man von Haus zu Haus ziehen und die verschiedenen Krippen bewundern. Nun aber die Frage: Wie nannte man die Schnitzer, meist Pfannhauser und Holzknechte, welche die Figuren für die Krippen gefertigt haben?
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