Jedes Jahr predigt Father O’Mahoney zu den Schulabgängern über die Sterne: „Ihr werdet auf diejenigen treffen, die euch erzählen werden, dass alles erforschbar und zu wissen ist. Auf diejenigen, die in der Nacht hinausschauen und sagen, sie könnten euch die Zahl der Sterne nennen.“ Weil aber David und seine Geschwister neugierige junge Menschen sind, machen sie sich nichts draus und zählen die Sterne. Der bekannte Autor David Almond („Zeit des Mondes“) erzählt in diesem Buch 18 Geschichten aus seiner Kindheit als katholischer Jugendlicher in England. Es sind Geschichten, in denen sich Erinnerung und Fiktion überschneiden. Sie lassen zurückblicken in den kleinen Ort, in dem er aufgewachsen ist. Almond erspart dem Leser aufgesetzte Melancholie, die Sprache ist ungekünstelt und einfach. Dadurch gewinnen die Geschichten, seien sie traurig, heiter oder auch skuril, ihre Ehrlichkeit. Sie sind wie kleine Skizzen, die für sich selbst stehen können: unaufgeregt, aber von einer schlichten Schönheit.
David Almond: Die Sternensucher. Ravensburg. E 12,95 ISBN 3-473-35236-5.