Ausgabe: 2003/04, Kothgasser, Erzbischof, Salzburg, Dom
21.01.2003
- Matthäus Fellinger
Die ersten Worte eines neuen Bischofs, zumal eines Erzbischofs, werden mit besonderer Aufmerksamkeit aufgenommen, darf man sich doch Richtungsweisendes erwarten. Viele werden mit Freude das Bekenntnis des neuen Salzburger Erzbischofs Dr. Alois Kothgasser zum Weg des Zweiten Vatikanischen Konzils aufgenommen haben.Wer die Fernsehübertragung letzten Sonntag bis zum Schluss verfolgt hat, hat auch die „Übersetzung“ dieser Worte gehört. Die Liste derer, denen Dr. Kothgasser gedankt hat, war lang. Vor allem aber berührte, wem er gedankt hat. Der Sekretärin, die in letzter Zeit so viele Schreibarbeiten zu erledigen hatte, ebenso wie jenen, die für das Herrichten des Doms gesorgt oder als Ordner gewirkt haben, der „Hausfrau“ des Erzbischofs, die so viel zusätzliche Arbeit hatte. Denen also dankte Kothgasser, die bei der Fernsehübertragung nicht ins Bild gerückt wurden, ohne die aber diese Fernsehbilder nicht möglich gewesen wären. Die Aufmerksamkeit, die Erzbischof Kothgasser für die Menschen in seiner Umgebung gezeigt hat, ist ein gutes Vorzeichen. Kirche lebt von Menschen, gleich, an welcher Stelle sie sich befinden.