Ausgabe: 2003/04, Persönlichkeit, Gleißner, Bürgerkrieg, Berlin
27.01.2003
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Rund dreißig Jahre war der gebürtige Linzer Dr. Heinrich Gleißner (ÖVP) Landeshauptmann von Oberösterreich. Aber nicht am Stück: 1934 wurde aus dem Staatssekretär der Regierung Dollfuß als indirekte Folge des Bürgerkrieges im Februar der neue Landeshauptmann. Gleißner war in dieser Funktion aber auch als Landesleiter der Vaterländischen Front ein Vertreter des autoritären Ständestaates. Als 1938 die Nationalsozialisten die Herrschaft in Österreich übernahmen, wurde Gleißner verhaftet, in einem KZ interniert und zum Zwangsexil in Berlin gezwungen.1945 suchte er gleich nach Kriegsende den Weg zurück nach Linz und übernahm das Landwirtschaftsressort der Beamtenregierung Eigl. Diesen löste er im Oktober als Landeshauptmann ab und wurde im Dezember der erste gewählte Landeshauptmann von Oberösterreich. In die Besatzungszeit fiel auch die Zeit des Brückenbauens und der Aussöhnung mit den politischen Gegnern der Jahre 1933/34. Zusammen mit dem langjährigen Vorsitzenden der SPÖ schuf Gleißner ein Klima der Vernunft und der Einheit den alliierten Besatzern gegenüber. 1951 musste er sich bei der Bundespräsidentenwahl Theodor Körner geschlagen geben. Als Landeshauptman prägte Gleißner bis 1971 die Geschicke des Landes ob der Enns. Am 18. Januar 1984 ist er in seiner Geburtsstadt Linz verstorben.
Wie hieß nun Gleißners politisches Gegenüber in der Sozialistischen Partei Oberösterreichs und welches politische Amt hatte er in Linz inne?
Schicken Sie die Lösung bis 31. 1. an die Kirchenzeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, ein. Wir verlosen drei Bücher.
Beim Rätsel Nr. 2 (Schnegerer) gewannen: Ingrid Schiller (Bad Ischl), Ursula Mittendorfer (Ebensee), Heide K. Wenzl (Gallneukirchen).