Mit der Lepra wird die Welt nicht fertig. Dabei wäre es – medizinisch gesehen, gar nicht so schwierig, diese seit biblischen Zeiten bekannte Geisel der Menschheit zu zähmen – wenn nur die entsprechenden Mittel zur Verfügung stünden. Die Lepra ist eine Krankheit der Armen – und die haben nicht die Mittel, um auf ihr Leid aufmerksam zu machen. Am kommenden Sonntag, 26. Jänner, ist „Welt-Lepra-Tag“. Denen das Schicksal der Lepra-Kranken nicht gleichgültig ist, die tun etwas dagegen.
Mit dem Krieg wird die Welt nicht fertig. Dabei wäre es gar nicht so schwierig – wenn der Wille da wäre. Wiederum drohen die Mächtigen der Welt mit Waffen – angeblich, um einem gefährlichen Herrscher dessen Waffen aus der Hand zu schlagen. Doch noch kein Friede, der nur mit waffentechnologischer Überlegenheit errungen wurde, war je von Dauer. Der Keim des Hasses bleibt zurück – hoch ansteckend. Immer ist die Gefahr da, dass es zu neuen Gewaltausbrüchen kommt.
Doch man kann etwas tun – wie gegen Lepra, so auch gegen den Krieg. Zu allererst ist es eine Frage der Einstellung. Krieg gibt es nur, wenn Bereitschaft zum Krieg da ist – und wenn man den Gesichtern der Betroffenen ausweicht.
In der Einladung zur Aktion „Fasten und Beten für den Frieden“ steckt die Einladung zur Umkehr. Nicht theoretisch gilt es, eine politische Frage abzuhandeln. Zwei Gesichter blicken von der Titelseite dieser Ausgabe der Kirchenzeitung. Menschen im „Zielgebiet“. Um deren Leben geht es zuerst.