Hinter der Bezeichnung „Gitancoeur“ verbirgt sich eine Band, die sich mit Ethno-Jazz und Gipsy-Pop beschäftigt. Zusammen mit dem Wiener Jazz-Gitaristen Harri Stojka sind die Mitglieder von Gitancoeur im Juni vergangenen Jahres im Radiokulturhaus aufgetreten. Nun liegt der Live-Mitschnitt „uplugged“ vor. Unbestreitbar ist hierbei die nahe Verwandtschaft zwischen der Musik der Roma und Sinti und dem nordamerikanischen Jazz zu erkennen. Die zwölf Tracks der CD sind eine Zusammenstellung von schnellen mit eher langsamen Nummern. Allen Stücken jedoch ist eine eigene Melancholie eigen. Zwei Stücke nehmen starke Anleihen in der indischen Musik und entfalten dadurch ein eigenes Musikcoleur mit fremder Schönheit. Die CD beeindruckt nicht zuletzt durch die Virtuosität von Harri Stojkas Gitarrenspiel. Besonders erwähnenswert ist auch sein Vater Mongo Stojka als Lead-Vocalist von „Dosta Lowe“. Letztlich eine CD für Insider, Neugierige und alle, die das außergewöhnliche Schöne lieben.
Harri Stojka & Gitancoeur: „Unplugged“, live @ Radiokulturhaus. Geco/Hoanzl, E 17,–.
Wer Harri Stojka live erleben möchte: Er spielt mit Gintancoeur am 1. Februar beim „Url-Gschnas“ im Pfarrheim Kirchdorf/Krems (Hausmanninger Straße 3) ab ca. 23 Uhr.