Die Bibelausstellungen sind schon längst ausgebucht, die Terminkalender der Referentinnen und Referenten des Katholischen Bibelwerks bereits gut gefüllt. Die Pfarren sind auf das Jahr der Bibel „aufgesprungen“. Der Erfolg des Bibeljahrs ist programmiert. Ohne große Werbekampagnen. Allen Unkenrufen zum Trotz: Die Bibel ist ein „Selbstläufer“, weil sie mehr ist als ein Buch. Das wurde beim Eröffnungsgottesdienst des Bibeljahrs im Neuen Dom deutlich und sichtbar: Hunderte Männer und Frauen stellten sich in die Reihe, um sich vor dem „Buch der Bücher“ zu verneigen. Nicht vor dem Prachtband, sondern vor dem, von dem die heiligen Schriften erzählen – vor Gott. Das Bibeljahr geht aber nicht nur die Christen als Einzelpersonen an, die gesamte Kirche ist gefordert, macht Weihbischof Krätzl deutlich: „Wir alle – Amtsträger und alle Christen gemeinsam – müssen lernen auf das Wort Gottes zu hören. Dann würden wir vielleicht auch mehr wagen“.