In den letzten vier Monaten sind neun Schwestern der Benediktinerinnen von Steinerkirchen verstorben, davon im Jänner vier innerhalb von nur acht Tagen. Priorin Sr. Sabina Moser erzählt von der Betroffenheit:
„Es waren betagte Schwestern, schwer kranke Schwestern, aber auch Schwestern, deren Tod unerwartet kam. Betroffenheit und Trauer waren im Kloster zu spüren. Nur im Glauben an die Auferstehung können wir diesen Verlust annehmen und verkraften. Das Sterben einer betagten Schwester – ich durfte sie begleiten –, war für mich eine heilige Stunde. ‚So möchte ich auch einmal sterben‘, dachte ich. Die Freude darüber, ein Gott geweihter Mensch zu sein, kam in mir hoch. Und doch tut das Abschiednehmen weh. Die Gemeinschaft und jede Schwester persönlich verliert eine liebe, vertraute Mitschwester. Unsere Verstorbenen haben viel gebetet – es bleibt eine Lücke. In so einer Situation kommt natürlich auch die Frage hoch: ‚Wie können wir unserem Auftrag in Zukunft gerecht werden?‘ Ich glaube, dass auch heute Gott junge Menschen zum Gott geweihten Leben ruft – auch in unsere Gemeinschaft und für unseren Auftrag. Ob der Ruf gehört wird?“
Sr. Sabine Moser
Zwischen September und Dezember 2002 sind gestorben: Sr. Dietlinde Spieglmair (80), Sr. Hyazintha Sigal (63), Sr. Dolorosa Hackl (75), Sr. Eva-Maria Mayer (84), Sr. Lioba Angerer (87).