Es ist keine Zeit für die Zwischentöne. Wer darauf baut, dass Menschen ihren kühlen Kopf verlieren, weil seine Wahrheit oder seine Neuigkeit auf zu schwachen Füßen steht, der muss schon zu kräftigen Schwarz-weiß-Kontrasten greifen. Herr Bush führt es vor. Und die Medien können gar nicht oft genug das Wort Krieg hören – wohlwissend, dass „war“ im amerikanischen Sprachgebrauch nicht gleich „Krieg“ in unserem Sinn bedeutet. Aber wen interessieren schon die kleinen Unterschiede, wenn die Schlacht am Golf auch zur Schlacht um die Quoten werden könnte? Da macht es auch nichts, dass man unterschlägt, dass sogar Tony Blair und die US-freundlichen Europäer darauf bestehen, dass nicht die USA, sondern die UNO über Krieg und Frieden entscheiden. Doch dann gäbe es ja keinen Riss in der EU und vielleicht eine Chance auf Frieden. Und wer will das?