Ausgabe: 2003/06, Terror, Krieg, Weltfrieden, Frieden, Christen, Leben
04.02.2003
- Matthäus Fellinger
Hundert Flüge sollten sie überstehen. So sind die Raumgleiter konstruiert, mit denen die Vereinigten Staaten von Amerika ihre Astronauten ins All schicken. Bei ihrem 29. Flug ist die Columbia am Samstag, dem 1. Februar abgestürzt. Betroffenheit herrscht. Sieben Frauen und Männer sind tot. Dazu der Rückschlag für die Raumfahrt.
Es hätte nicht passieren dürfen. Die Raumfahrt bewegt sich trotz aller Sicherheitsmaßnahmen an den Grenzen des Machbaren. Zu kompliziert sind die vielen Faktoren, als dass sie absolut beherrschbar wären. Wie sicher sind da die Sicherheitsmaßnahmen bei anderen hochtechnischen Erfindungen der Menschheit? Die Beherrschbarkeit von Atomkraftwerken beispielsweise? Ihre Kritiker müssen sich auch nach Tschernobyl Fortschrittsfeindlichkeit nachsagen lassen. Dabei geht es in diesem Bereich nicht nur um die Sicherheit von Menschen, die das Risiko in ihre eigenen Entscheidungen eingeplant haben, sondern um viele andere.
Der Absturz der Columbia fällt in eine Phase, in der der Weltfriede insgesamt bedroht ist. Da geht es um das Leben tausender Menschen. Wo bleiben da die Sicherheitsmaßnahmen? Da droht mehr als ein Raumschiff – da droht der Weltfriede insgesamt abzustürzen.
Es gibt auf der Welt keinen „sicheren“ Ort. Dass es Geborgenheit und wirkliche Sicherheit nur in der Hand Gottes geben kann, dessen sind sich Christen bewusst. Umso mehr wissen sie auch: Wer mit dem Leben spielt, verspielt es – in der Technik und im Krieg.