Für gewöhnlich simulieren Übungsfirmen ihren Handel. An der HAK Auhof in Linz heißt es hingegen: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Die Auhof Basket Company ist eine Übungsfirma an der Handelsakademie Auhof. Sie handelt mit Körben, die aus den Blättern der Ilala-Palme geflochten und mit der Rinde des Berchemia-Baumes eingefärbt sind. Herkunftsland ist Simbabwe in Südostafrika. „Das Korbflechten hat in Simbabwe eine große Tradition. Es sind vor allem die Frauen, die sich damit beschäftigen“, erzählt Dominik Steinmeir, Schüler und Mitarbeiter in der Marketingabteilung.
Für die Körbe finden die Frauen im Land selbst nur schwer Abnehmer. Die Firma arbeitet mit dem Binga Craft Centre im Zambesi-Tal zusammen. Sonst steht niemand zwischen ihnen und den Frauen als Produzenten. „Die Frauen bekommen so faire Preise für die Körbe. So können sie im weiteren Sinne zur wirtschaftlichen Grundlage der Familie beitragen“, erklärt Steinmeir. Ziel des Unternehmens Auhof Basket Company ist auch die Repräsentation afrikanischer Kultur in Österreich. „Unsere Kunden sind beispielsweise Blumenläden, welche die Körbe zu Dekozwecken verwenden. Der größte Teil aber sind Privatpersonen“, so Steinmeir. Die Körbe wurden beispielsweise auf Adventmärkten verkauft. Sie kosten je nach größe zwischen 6 und 26 Euro.
Jeweils eine 4. Klasse ist im Schuljahr für die Firma zuständig. Derzeit arbeiten 20 Schüler/innen in zwei Gruppen neben anderen Unterrichtsstunden am Projekt. Montag und Dienstag ist die Firma von 8 bis 10.30 Uhr erreichbar. Die Körbe werden in einem Abstellraum gelagert und warten auf den Versand zu den Kunden.