„Suppe essen und Schnitzel zahlen.“ Mit diesem Slogan wirbt die Katholische Frauenbewegung für den Familienfasttag. Die Spitzenköchin Johanna Maier macht mit.
In vielen Pfarren gehört das Suppenessen zum Familienfasttag wie das „Amen“ zum Gebet. In den letzten Jahren konnten für Großaktionen immer öfter auch Spitzenköche gewonnen werden. So werden heuer in Linz (Landhaus) Suppen von Jochen Neustifter und in Bregenz von Reinhard Lässer serviert. In Salzburg schöpft heuer die einzige Vier-Hauben-Köchin der Welt, Johanna Maier vom Hubertushof in Filzmoos, zum füften Mal Köstliches aus ihren Töpfen. Drei bis vier Tage wird in ihrer Küche an den rund 500 Suppenportionen gearbeitet.
„Obwohl bei uns jetzt Hauptsaison ist, machen wir das gerne. Ich hoffe, dass wir damit ein wenig dazu beitragen können, um die Not in der Welt zu lindern“, sagt Johanna Maier. Für sie sei das auch eine schöne Art dafür danke zu sagen, dass „wir in einem Land leben dürfen, in dem Friede und Wohlstand herrschen“.
Kochen ist für Johnna Maier eine „Berufung“, weil sie damit vielen Menschen eine Freude machen könne. Am liebsten seien ihr daher Gäste, die nicht deshalb kommen, weil das „in“ ist, sondern die ein gutes Essen genießen können wie ein Musikliebhaber ein schönes Konzert. Die zweite Leidenschaft ist für Johanna Maier ihre Familie. Um die Arbeit und ihre vier Kinder unter einen Hut zu bringen, habe sie 20 Jahre meist nur vier bis fünf Stunden geschlafen. „Das war sehr hart, aber der liebe Gott gab mir auch viel Kraft. Und ohne diese Zeit wäre ich heute nicht der Mensch, der ich bin.“
H. Baumgartner
„Natur und Glaube sind für mich entscheidende Kraftquellen. Auch wenn ich in der Hektik des Tages den Glauben manchmal verdränge, er ist der Grund, auf dem ich stehe. Und ich bin Gott dankbar, dass meine Kinder das auch so sehen.“