Mitte Februar stimmte das Europäische Parlament über ein brisantes Thema ab. Es ging dabei um einen Vorstoß der EU (Moratorium), ob weltweit die Verwendung von Munition mit abgereichertem Uran verboten oder zumindest ausgesetzt werden soll. Diese Waffen wurden im Golfkrieg 1991 eingesetzt. Danach sollen US-Soldaten überdurchschnittlich häufig an Krebs erkrankt sein, die in Gebieten eingesetzt waren, wo derartige Bomben eingeschlagen hatten. Über ähnliche Auswirkungen dieser Waffen im Kosovo wird ebenfalls berichtet. Für 240 Abgeordnete war das Grund genug, für ein Verbot der Uran-Waffen zu stimmen. 188 stimmten dagegen, darunter auch die österreichischen ÖVP-Parlamentarier. Da wog die Rücksicht auf die USA mehr als das christliche-soziale Gewissen.