Ausgabe: 2003/11, Zuversicht, Dank, Mittendorfer, Kirche
12.03.2003
- Matthäus Fellinger
Ein wichtiger Tag war der Dienstag, 10. März, für die katholische Kirche Oberösterreichs. Bischof Maximilian Aichern hat einen neuen Generalvikar ernannt, nachdem er „mit Bedauern“ den Rückzug des bisherigen Generalvikars Josef Ahammer angenommen hatte. Generalvikar zu sein ist eine der schwierigsten Aufgaben, die man in der Kirche übernehmen kann. Die Visionen der Kirche, ihre Ziele, gilt es mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und Menschen zu verwirklichen. Wunschvorstellungen lassen sich dabei immer seltener realisieren.
In all den acht Jahren habe ich ihn nie grantig erlebt“, erzählt eine enge Mitarbeiterin aus dem Priesterseminar vom künftigen Generalvikar Maximilian Mittendorfer. Vielleicht ist gerade dies die Eigenschaft, auf die es bei einer schwierigen Aufgabe ankommt. Die nötige Gelassenheit und Menschenfreundlichkeit auch in schwierigen Situationen zu zeigen. Gelassen sein kann, wer sich verlassen kann – nämlich auf die Grundorientierung vom Evangelium her.
Nicht nur die Kirche auf der Leitungsebene erfährt in diesen Tagen eine Veränderung. Am 21. und 22. März tritt erstmals der neue Pastoralrat der Diözese Linz zusammen. Neben erfahrenen Leuten sind auch neue Vertreter/-innen aus den Denkanaten dabei. Die großen pastoralen Leitlinien, die in den letzten Jahren erarbeitet wurden, werden von neuen Leuten weiter getragen. Kirche bedeutet immer Veränderung, ein Weiterwachsen. Schön, wenn die Zuversicht für die Zukunft mit der Dankbarkeit für Geleistetes einhergehen kann.