Ausgabe: 2003/12, Krieg, Bush, Papst, Frieden, Irak, USA, Gewalt, Sicherheit
18.03.2003
- Matthäus Fellinger
Werden die Vereinigten Staaten von Amerika den Irak angreifen? Werden sie dazu Verbündete finden? Die Frage war zum Redaktionsschluss offen. Man rechnet mit Krieg, war in den Medien zu lesen, so hörte man es in Radio und Fernsehen. Die Stimmen gegen einen Krieg, auch die gemeinsame Anstrengung der Kirchen, haben zwar Aufmerksamkeit, aber kaum Gehör gefunden.
Sicherheitshalber, sagen die US-Amerikaner, muss man diesen Krieg führen. Dem irakischen Diktator müssten die Waffen aus der Hand geschlagen werden, von denen man allerdings nicht weiß, ob sie vorhanden sind. Mit modernster Technik sei solch ein Krieg mit ziemlicher Sicherheit zu gewinnen, ist sich US-Präsident George Bush sicher. Er hat recht. Ein Krieg könnte damit gewonnen werden – aber nicht der Friede.
Sicherheitshalber Krieg? Welch trügerische Logik. Krieg hat niemals Sicherheit gebracht. Er ist die risikoreichste Form, einen Konflikt zu lösen. Sobald er begonnen hat, ist verloren, was zu sichern er vorgibt: der Friede. Die Spirale der Gewalt kommt in Gang, unberechenbar, unkalkulierbar. Jeder Krieg ist eine Niederlage der Menschheit, sagte eindringlich Papst Johannes Paul II.
Viele Leser/-innen der Kirchenzeitung haben sich schon an der Aktion „Fasten und beten für den Frieden“ beteiligt. Die Kirchenzeitung führt die Aktion weiter. Der Friede braucht Raum zum Wachsen in den Herzen der Menschen, besonders, wenn er gefährdet ist.