Seine Herkunft, sagt das Lexikon, ist ungeklärt. Man soll einem Lexikon nicht blindlings trauen. Schon gar nicht in einer Sache wie dieser. Wo keine Gewissheit herrscht, dort ist die Stunde der Vermutung angesagt. Was den Gegenstand der heutigen Frage betrifft, wurde in der Tat schon viel vermutet. Inmitten der – wie es heuer der Fall ist – Fastenzeit oder – wie in anderen Jahren – nach derselben, entspannt er das Gemüt. Nicht, dass er eine besondere Einladung zum Verzehr oder gar zum Unterbrechen des Fastens wäre. Er wirkt im Bereich des Geistigen, der Einfälle. Wer nicht Obacht gibt, bei dem wird der Einfall des einen zum Reinfall. Schneller und leichter, als man denkt! Und auch, wenn die Einfälle großteils weltlicher Natur sind, so setzt der Gegenstand der dieswöchigen Rätselfrage einen religiösen Akzent, entlarvt er doch jede Form von Leichtgläubigkeit. Ziemlich sicher haben die frühen Griechen schon Kenntnis von ihm gehabt. Und da komme ich nun zu meiner persönlichen Theorie seiner Entstehung: Odysseus war der Erfinder – mit seinem Holzpferd-Trick vor Troja! Damals waren Scherze nicht harmlos, und also hat das Geschenk des Odysseus ziemlich vielen in Troja das Leben gekostet. Die Trojaner hätten ihm eben nicht glauben sollen – dann wären sie auch nicht hereingefallen. (Anders gesagt: Die Griechen wären dann nicht hereingefallen. In welchem Jahr das war, lässt sich nicht exakt sagen. Wohl aber der Tag. Es muss wohl an einem – welchem wohl – gewesen sein?
Wovon ist hier die Rede?Schicken Sie die Lösung bis 6. April 2003 an die Kirchenzeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Wir verlosen drei Bücher.