Ausgabe: 2003/18, Palmers, Unterwäsche, Unternehmen
29.04.2003
- Elisabeth Leitner
Es wird niemanden verwundern, dass eine Redakteurin der Kirchenzeitung die neue Palmers TV-Werbung für transparente Unterwäsche kritisch beäugt. Was sich jedoch nun via ORF ins Wohnzimmer schwindelt, geht entschiedenzu weit.
Dass die Frau - meist lieblich guckend, halbbekleidet, schlank und rank als Werbeobjekt für Autos, Biersorten, Duschgels und dergleichen mehr herhalten muss, daran haben wir uns schon gewöhnt. Und dass in manchen Junggesellenbehausungen Palmers Plakate mit knackigen Hintern in verschiedene Strumpfhosen gesteckt, über dem Bette hängen ... Frau kann darüber hinweg sehen.
Nicht gewöhnen will ich mich an die neue Werbelinie des genannten Unterwäscheherstellers. Lassen wir die moralischen Bedenken beiseite – mich stört vor allem das gnadenlose zur Schaustellen des weiblichen Körpers, völlig unbedeckt, brutal nackt bis zum Letzten - nicht einmal „fast nichts“ sondern mit gar nichts. Geht es dem Unternehmen so schlecht, dass es zum Letzten greifen muss? Der Schluss liegt nahe. Meine Entscheidung als Konsumentin auch: für „fast nichts“ gebe ich sicher keinen Cent aus.