Parkverbot für den Weihnachtsmann – mit diesem Aufkleber erregten Phillip Tengg und seine Freunde sogar in den USA Aufsehen und Anstoß.
Eigentlich ist Phillip Tengg (28) aus Rum gelernter Theologe, Berufsschullehrer und ehrenamtlicher Klinikseelsorger. Bekannt geworden aber ist er in den letzten Jahren als Schutzengel für das Christkind. Begonnen habe das alles vor fünf Jahren, erzählt er. Da sei er mit seinem Freund Peter Gspan über den Innsbrucker Christkindlmarkt gegangen. „Und irgendwann ist uns aufgefallen, dass auf dem Markt zwar Dutzende Weihnachtsmänner präsent sind, vom Christkindl aber kaum was zu merken ist. Und wir stellten erstaunt fest, wie der Weihnachtsmann, der in unserer Advent- und Weihnachtstradition eigentlich fremd ist, schon die Regentschaft übernommen hatte. Dagegen sollte man was unternehmen.“ Und noch am selben Abend bastelte Phillip Tengg für das Internet eine „Christkindl-LovePage“. „Innerhalb von drei Wochen hatten wir mehr als 1000 Zugriffe auf diese Homepage. Das war für uns das Signal, weiterzumachen“, erzählt Tengg. „Uns geht es nicht darum, den anglo-amerikanischen Santa Claus schlecht zu machen, wie US-Zeitungen beklagten und uns als Beleg für den Antiamerikanismus in Europa zitierten. So wie die Wirtschaft den Weihnachtsmann gebraucht, ist er für uns ein Symbol, wie Weihnachten immer mehr zum Happy-Schenk-und Konsumfest verkommt. Uns geht es darum, die alten Advent- und Weihnachtsbräuche wieder in Erinnung zu rufen und damit auf den Kern des Festes aufmerksam zu machen“, betont Tengg. www.pro-christkind.at