Jede Zeit hat ihre Lieder, wie sie ja auch ihre Bräuche hat.Die frühesten Zeugnisse von Weihnachtsliedern – Lieder mit Texten biblischen Inhalts von der Geburt Jesu – sind aus dem späten Mittelalter bekannt. Die Sprache ist Lateinisch oder ein lateinisch-deutscher Mix. Das älteste schriftlich überlieferte Weihnachtslied stammt vom Niederrhein, wie im schönen Werk „Das Buch der Weihnachtslieder“ von Ingeborg Weber-Kellermann (Verlag Schott) erklärt wird. Das Lied heißt „Sei uns willkommen, Herre Christ, weil du unser aller Herre bist“ und soll aus dem 11. Jahrhundert stammen.
Viel später (17. Jahrhundert) entstanden zum Beispiel Text und Melodie des Liedes „O Heiland, reiß die Himmel auf“. Das kinderfreundliche 19. Jahrhundert weitete, so lesen wir wieder in dem erwähnten Buch nach, die Vorweihnachtszeit, den Advent aus, sie machte daraus auch eine Zeit der Artigkeitserprobung und ahnungsvollen Vorfreude. Den ersten Adventkranz gab es vermutlich in einem Berliner Waisenhaus (1900). Auch das Liedgut wurde in diesem Sinn ergänzt (Lasst und froh und munter sein ... Advent, Advent ... Christkindelein).Nach 1945 gab es Bemühungen, das Weihnachtslied zu erneuern. Ein Beispiel ist das Lied „Stern über Bethlehem“.
Unsere Frage: Welches der drei Lieder ist früher entstanden: „Ihr Kinderlein, kommet“, „Stille Nacht“ oder „Leise rieselt der Schnee“?
Schicken Sie uns bis 2. Jänner 2004 Ihre Antwort, wir verlosen drei CD’s.