Taizégesänge, Taizékreuz, Taizégebet, Taizétreffen – die Impulse der ökumenischen Mönchsgemeinschaft aus Burgund sind aus dem Leben und der Liturgie der Kirche nicht mehr wegzudenken. Seit Jahrzehnten packen Scharen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Ferien ihre Rucksäcke und fahren in das französische Provinznest Taizé, um mit den Mönchen zu beten, die Bibel zu lesen und Gemeischaft zu erleben. Frère Roger Schutz, der Gründer der Gemeinschaft, ist schon längst zu einem „spirituellen Markenzeichen“ des 20. Jahrhunderts geworden. Das Buch von Kathryn Spink zeichnet den außerge-wöhnlichen Lebensweg von Frère Roger nach: gibt Einblick in seine Herkunftsfamilie, erzählt von den Anfängen der Gemeinschaft mitten im 2. Weltkrieg und beschreibt vor allem den geistlichen Weg von Frère Roger, den „Pilgerweg des Vertrauens“. Dieser Weg führt den heute 88-Jährigen noch immer durch die ganze Welt, um Menschen Mut zu machen. (Die KIZ wies bereits auf das Taizé-Treffen im Hamburg zum Jahreswechsel 2003/04 hin).
Kathryn Spink, Frère Roger. Gründer von Taize. Leben für die Versöh-nung, Edition Taize: Herder 2003 (völlig überarbeitete Neuausgabe), 184 Seiten, E 14,30.