Entsetzlich sind die Bilder vom Erdbeben im Iran. Weit höher als ursprünglich vermutet ist die Zahl der Todesopfer. Jedoch an der Hilfe für die „iranischen Brüder und Schwestern“, wie der Papst die Opfer bezeichnete, beteiligen sich selbst die USA. Nicht nur, dass in das Land, das bislang zur „Achse des Bösen“ zählte, Hilfsgüter geflogen werden. Nach 25 Jahren wurden nun vorübergehend sogar die US-Sanktionen gelockert. Gleichzeitig ist Teheran bereit, vom „großen Satan“, als der der Erzfeind bezeichnet wurde, die Hilfe zu akzeptieren. Auch wenn die US-Hilfe nicht ohne Hintergedanken geleistet wird, so stellt sich doch die Frage: Warum braucht es ausgerechnet eine so schreckliche Kata-strophe wie jene in der iranischen Stadt Bam, damit Menschen lernen, sich als Menschen zu benehmen?