Eine Stadtführung in Linz ließ die Soziologin Elisabeth Maißer aus der Stadtpfarre Urfahr vor Jahren hellhörig werden: Bis auf wenige Frauen adeligen Geschlechts kamen Frauen in der Geschichte der Stadt kaum vor. Frauen hatten zwar immer wertvolle Arbeit geleistet, gleichwohl – ihre Namen blieben unerwähnt. Nur 34 Straßennamen von 519 sind nach Frauen benannt.
Gemeinsam mit acht Frauen heftete sich Maißer im März 2001 auf die Spuren der vergessenen Frauen – und siehe da: Sie wurden fündig. Frauenschicksale und Frauengeschichten kamen ans Tageslicht. Sie reichen von den Tabakarbeiterinnen und Hebammen bis zu den Elisabethinen, von Politikerinnen bis zu Künstlerinnen. Im 19. Jahrhundert z. B. leiteten nacheinander vier Intendantinnen das Landestheater Linz. Die Glasfenster im Mariendom geben Zeugnis vom vielfältigen Frauenleben: Die abgebildeten Frauen sind namentlich bekannt. Die Spurensuche hat nun zu einem Buch geführt. Die „Linzer Stadtführerin“ ist ein Geschichtsbuch und eine Stadtführerin gleichermaßen. Personen und Institutionen aus Gesellschaft und Kirche haben Eingang gefunden in dieses Werk. Leben und Wirken von einfachen und prominenten Frauen wird damit sichtbar.
Unsere Rätselfrage: Nennen Sie eine Straße oder einen Platz in Linz, die bzw. der nach einer Frau benannt ist.
Schicken Sie die Lösung bis 15. März an die Kirchenzeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Wir verlosen drei „Linzer Stadtführerinnen“ (Verlag F. Steinmaßl). Beim Rätsel Nr. 8 (900) haben gewonnen: Silvia Puffer, Frankenburg; Stefanie Bauer, Traun-Ödt; P. Johannes Haas OSFS, Eichstätt.
Die „Linzer Stadttführerin“ wird am Montag, 8. März im Alten Rathaus, Linz, um 19 Uhr präsentiert.