Das Thema „Soziales und Armut“ sei der einzige Punkt, zu dem die Kirche im Moment etwas Zeitgemäßes zu sagen habe, meint der bekannte Kabarettist Josef Hader. Bei der Veranstaltung „Cafe-Talk“ der Gemeinschaft „Emmanuel“, ließ er damit aufhorchen. So aufgeschreckt, hören wir weitere Hadersche Botschaften, die nicht froh machen:
Der verstorbene Caritas-Präsident Leopold Ungar sei der letzte Priester gewesen, den Hader im Fernsehen gesehen habe, der wirklich sagte, was er dachte. Viele heutige Kirchenfunktionäre seien dagegen von den üblichen „Spin-Doktoren“, also Imageberatern oder Schönfärbern, nicht zu unterscheiden. Das ist niederschmetternd!
Aber wegen Ungar zahle Hader heute noch Kirchenbeitrag. – Wenigstens eine gute Nachricht, könnte ein Pessimist denken. –
Ein Optimist hört dagegen trotz der Kritik Zwischentöne, die Hoffnung machen: Wenn die Kirche Dinge beim Namen nennt, nicht um den heißen Brei herumredet und auf Seite der Benachteiligten zu finden ist, wird sie wahr- und ernst genommen. Dann berührt sie die Menschen in ihrer Sehnsucht nach glaubwürdigen Botschaften und Botschaftern!