Für die Indianer Nordamerikas war er der „kleine Bruder“. Er ist das größte europäische Nagetier, erreicht mit Schwanz eine Länge von 140 Zentimeter und kann 40 Kilogramm schwer werden. An der Vorderpforte hat er fünf relativ kurze Zehen mit ziemlich langen Krallen, hinten fünf längere Zehen mit kurzen Krallen und Schwimmhäuten. Wegen der Jagd auf ihn starb er bei uns aus. Er bereicherte als „Fisch“ den Fastentisch manches Klosters, besonders der Schwanz galt als Delikatesse. Sein Fell war begehrt. Die Zähne dienten als Amulett und auch die Medizin hatte Gefallen an ihm. Langsam kehrt er zurück, die Wiederansiedlung läuft Erfolg versprechend: der Biber. In Österreich wird sein Bestand auf 1.600 geschätzt.
Dem reinen Pflanzenfresser gilt im Biologiezentrum der oö. Landesmuseen in Linz-Dornach eine Ausstellung, die noch bis 21. März 2004 zu sehen ist. Für Naturschützer ist der Biber ein besonderes Tier: Damm- und Burgbauer, Holzfäller, Gärtner, ambitionierter Landschaftsgestalter, er entfernt standortfremde Gehölze (etwa Fichten im Auwald), erbaut Hochwasserschutzanlagen und vieles mehr.
Unsere Rätselfrage: Wie wird (vor allem wurde) der Biber im Volksmund genannt?
Schicken Sie die Lösung bis 22. März an die Kirchenzeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Wir verlosen drei Tierbücher.