„Die Kindheit wird heute vermarktet – wo können Kinder noch kindgemäß spielen?“ So eine besorgte Stellungnahme bei der Vollversammlung des Pastoralrates letzten Freitag, als es um das Profil kirchlicher Kindergärten ging.
Eben in den kirchlichen Kindergärten! Da sollten Kinder noch unbeschwert spielen können. Solches Spiel als wertvoll zu sehen, klingt vielen nicht mehr plausibel. Verspielen sie da nicht ihre Zukunftschancen? Kinder sollten ihre Zeit zu Nützlicherem aufwenden – Lernen eben! Also kann man gar nicht früh genug mit Fremdsprachen anfangen und mit Rechnen. Wer sein Kind in einen kirchlichen Kindergarten schickt, soll wissen: Hier hat das Kindsein selbst seinen Wert. Kinder werden hier nicht schon frühzeitig nach den momentanen Interessen der Wirtschaft zurechtgeformt. Beim Pastoralrat gaben die Delegierten den in der Caritas für Kindergärten Verantwortlichen Rückendeckung für diese Linie. Nicht nur die Kinder von heute werden es ihnen zu danken wissen, sondern vor allem die Erwachsenen, die diese Kinder einmal sein werden. Man hat ihnen Zeit gelassen zum Reifen und Wachsen.