Die Kirchenzeitung begleitet bis Juli 2004 wöchentlich die Arbeit von vier Oberösterreicher/innen in Brasilien und Uganda.
Die Berichterstattung über die „Dritte Welt“ besteht häufig aus Momentaufnahmen: aus Artikeln über Hilfsprojekte, aus Interviews zu aktuellen Anlässen und vielfach aus Spendenaufrufen. Wenig erfahren die Leser/innen vom Alltag der Entwicklungshelfer/innen oder von Priestern und Schwestern in der Mission.
Hans Gnadlinger in Brasilien
Die Kirchenzeitung wird nun bis zum Juli 2004 wöchentlich über das „normale“ Leben von Oberösterreicher/innen in der „Dritten Welt“ berichten: Der Entwicklungshelfer Mag. Hans Gnadlinger wird von seiner Arbeit in Brasilien erzählten und die kleine Kommunität der Marienschwestern von ihrem Leben in Uganda. Abwechselnd werden sie die KIZ-Leser/innen an ihrem Alltag Anteil nehmen lassen, an ihren Freuden ebenso wie an ihren Enttäuschungen.Hans Gnadlinger stammt aus Eberstalzell, lebt seit 1977 in Brasilien und arbeitet seit zwölf Jahren für Horizont 3000 (vormals Österreichischer Entwicklungsdienst) als Landwirtschaftsberater. Der Theologe und Umwelt-manager gilt als international anerkannter Wasserexperte. Seine Fachkenntnisse hat er sich hauptsächlich durch die Herausforderungen vor Ort erworben. Er lebt mitten im nordostbrasilianischen Dürrevieleck, wo die Bevölkerung unter Trockenheit und Dürre leidet. Und durch eine nicht dem Klima angepasste Bewirtschaftung wird die Lage noch verschärft. Nicht gegen das Klima leben, sondern die Möglichkeiten, die das Land bietet, aufspüren und sich zu Nutze machen, ist die Philosophie Gnadlingers. Und die setzt er mit großem Erfolg in die Praxis um. Auch am Basistext der brasilianischen Bischofskonferenz für die Kampagne der Brüderlichkeit 2004, die unter dem Thema „Wasser“ steht, hat er mitgearbeitet.
Marienschwestern
Im Sommer 2002 haben die Marienschwestern vom Karmel einen mutigen Schritt gesetzt. Sie eröffneten eine Kommunität in Uganda. Die drei Schwestern haben sich in der Pfarre Kyengeza gut eingelebt. „Wir fühlen uns wohl unter den Leuten und die Menschen schätzen, dass wir zu ihnen gehen“, so Sr Elisabeth Brunmayr. In den nächsten Tagen werden die Schwestern in ihr eigenes Haus einziehen. Vorübergehend müssen zwar noch die Lagerräume als Bleibe dienen, weil das Wohnhaus noch nicht fertig ist – aber es ist das eigene Dach überm Kopf.