Heuer gedenkt nicht nur Oberösterreich in besonderer Weise des heiligen Florian (1700. Todestag). Er gilt bis heute als Vorbild, weil er den Herausforderungen seiner Zeit nicht ausgewichen und konsequent seinem Gewissen gefolgt ist. Es ist daher geradezu ein Witz der Geschichte, dass jenes „Gesellschaftsspiel“, bei dem man die Verantwortung gerne auf andere abschiebt und sich selber die Hände nicht dreckig machen will, „Florianiprinzip“ heißt. Und derzeit hat es in Österreich wieder Hochsaison. 1000 Flüchtlinge warten auf ein Dach über dem Kopf. Sie unterzubringen müsste ohne große Probleme möglich sein, würden sich nicht viele Gemeinden mit Händen und Füßen dagegen wehren. Wie wäre es mit einem echten Floriani-Prinzip im Jubeljahr?