Vergangene Woche warfen Spitzenvertreter der evangelischen Kirche in Österreich der Aktion Leben vor, sie versuche mit ihrer Bürgerinitiative die demokratische Diskussion über bioethische Fragen sowie die Entscheidungen des Österreich-Konvents über die Menschenwürde mit radikalen Positionen zu präjudizieren. Da stellen sich zwei Fragen: Was ist eine Bürgerinitiative anderes als ein demokratisches Mittel, sich an einer gesellschaftlichen Meinungsbildung zu beteiligen? Soll das nur gelten, wenn einem die Meinung passt? Und was sind radikale Positionen? Dass die Aktion Leben überzeugt ist, dass schützenswertes menschliches Leben mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt? Diesen Radikalismus teilen viele mit ihr.