Im SKF Wälzlagerwerk Steyr gaben am 24. März Bischof Maximilian Aichern, AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer, der Vertreter der Wirtschaftskammer Dr. Erhard Prugger, der evang. Pfarrer Friedrich Rößler und Rosa Sturmberger von der Betriebsseelsorge Steyr Impulse zum Sozialwort. Einen Tag darauf lud das Netzwerk Zukunft der ÖVP in den Pfarrsaal Linz-Christkönig ein, um mit Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Reisinger sowie der Vorsitzenden der Kath. Frauenbewegung Österreichs und Präsidentin der Kath. Aktion der Diözese Linz, Margit Hauft, zu diskutieren.
In Steyr wies Bischof Aichern und in Linz Landeshauptmann Dr. Pühringer darauf hin, dass eine Forderung des Sozialwortes in Oberösterreich mit dem „Schwarz-Grünen“ Übereinkommen schon erfüllt ist: Die Sozialverträglichkeitsprüfung für neue Gesetze! Beide Veranstaltungen würdigten die große ökumenische Leistung des Sozialwortes. Unterschiedlich wurden die staatlichen Aufgaben bewertet. Bei der vom Sozialreferat der Diözese und der Kirchenzeitung mit dem ÖGB-Bildungsausschuss in Steyr durchgeführten Diskussion wurde die Sorge geäußert, dass durch die „Politik des schlanken Staates“ dieser ausgehungert werde, was zu Lasten der Schwachen gehe. Bei der ÖVP-Diskussion in Linz dagegen wurde am Sozialwort bemängelt, es wende sich zu sehr an den Staat und betone zu wenig die Eigenverantwortung des Einzelnen.